Durch die Prozesse des Stoffwechsels entstehen ständig Säuren im menschlichen Körper, wie zum Beispiel Kohlensäure, Harnsäure, Essigsäure und Milchsäure. Hinzu kommt oft eine ungesunde Ernährung, wodurch der mit der Nahrung aufgenommene Anteil an Basen ständig zu gering ist. Ärger, Stress und Hektik sowie ein viel zu hoher Konsum von Zucker tun ihr übriges dazu, und die chronische Übersäuerung ist vorprogrammiert.
Die Nieren, die Lunge und der Darm, welche normalerweise für den Abbau und Abtransport dieser Schadstoffe zuständig sind, können dieses Pensum kaum mehr schaffen. Säuren haben einen äußerst zerstörerischen Einfluss. Die Verschiebung des Säure-Basen-Gleichgewichts tötet jedes Leben. Wenn die Säuren im Organismus verbleiben, und nicht durch basische Stoffe ausgeglichen werden, so wird dies unweigerlich zu verschiedenen Krankheiten führen. Der Körper versucht zwar krampfhaft, der ständigen Übersäuerung Einhalt zu gebieten, baut dazu jedoch kontinuierlich basische Mineraliendepots ab, die für uns lebensnotwendig sind. Diese Basen zieht er zum Beispiel aus dem Bindegewebe, den Blutgefäßen und den Knochen. Dadurch wird der Körper jedoch Stück für Stück entmineralisiert, was auf die Dauer zwangsläufig zu zahlreichen Krankheiten führen muss. Zu diesen oft so genannten Zivilisationskrankheiten gehören beispielsweise Herzinfarkt, Schlaganfall, Osteoporose, Gicht, Rheuma und Arthrose.
In der Naturheilkunde ist der Ausgleich des Säure-Basen-Haushaltes des menschlichen Körpers die wichtigste Grundlage für alle Heilerfolge. Der Bildung von zu vielen Säuren entgegenzuwirken und die überschüssigen Säuren auszuleiten, ist das Ziel dieser Behandlung, die häufig mit einer systematischen Entschlackung einhergeht. So werden zum Beispiel bei Fastenkuren zusätzlich Endprodukte des Stoffwechsels gelöst und abtransportiert, wodurch eine zusätzliche Belastung mit Säuren entsteht. Dies beansprucht jedoch die ohnehin mageren Basenreserven des Körpers noch mehr. Insofern bietet es sich an, dem Körper zusätzlich Basen in ausgewogenen Mengen zuzuführen. Da dies durch Lebensmittel relativ schwierig ist, wurden von der Naturheilkunde schon vor vielen Jahren so genannte Basenpulver entwickelt, mit dessen Hilfe man wunderbar den Säure-Basen-Haushalt regulieren und ausgleichen kann.
Ob ein Organismus übersäuert und somit verschlackt ist, lässt sich am einfachsten mit Teststreifen, die den Säuregehalt des ausgeschiedenen Urins anzeigen, feststellen. Fast jeder in unserer modernen Gesellschaft lebende Mensch ist übersäuert. Die Folgen der Übersäuerung sind neben den bereits erwähnten Krankheitsbildern außerdem Magenprobleme, Muskelkrämpfe und Müdigkeit. Auch Allergien werden teilweise durch einen zu hohen Säurespiegel ausgelöst.
Basenpulver bestehen meist aus einer geschickten Mischung von Natriumhydrogencarbonat, Magnesiumcitrat, Calciumcarbonat, Kaliumcitrat, Kaliumhydrogencarbonat und Natriumphosphat. Insbesondere das enthaltene Kalium ist für ein gut funktionierendes Säure-Basen-Verhältnis von großer Bedeutung, da dieser Mineralstoff unter anderem dafür sorgt, dass säurehaltige Verbindungen aus den Zellen in die Blutbahn gespült werden und von dort über die Nieren ausgeschieden werden. Die Anwendung von Basenpulver ist recht einfach. ¼ bis ½ Teelöffel des Pulvers wird in etwas lauwarmem Wasser gelöst und schluckweise über den Tag verteilt getrunken. Der Verzehr vor den Mahlzeiten erhöht die Wirkung.
Das Basenpulver dient zunächst dazu, die überschüssigen Säuren im Körper zu lösen und ausleiten zu helfen. Gleichzeitig ist aber auch die so genannte Remineralisierung nach der Entschlackung von großer Bedeutung. Da hierzu ebenfalls eine gute Basenflut notwendig ist, kann auch in diesem Zusammenhang die Verwendung eines Basenpulvers empfohlen werden. Basische Bäder, Wickel und Bürstungen, sowie Saunagänge kombiniert mit einer gesunden Ernährung und ausreichend Bewegung unterstützen die Entschlackung und Remineralisierung.
