Kniearthrose – Symtome und Hilfe bei Knieschmerzen (Gonarthrose)


Die lateinische Bezeichnung für die Knie- oder Kniegelenksarthrose ist Gonarthrose. In Publikationen und in der medizinischen Faschsprache wird die Kniearthrose ebenfalls als Arthrosis deformans bezeichnet, weil sie zu einer Zerstörung des Kniegelenks führt. Die Gonarthrose nimmt unter den degenerativen Beeinträchtigungen der Körpergelenke eine zentrale Bedeutung ein, da sie in diesem Bereich extrem häufig ist.

Eine degenerative Erkrankung ist immer dadurch gekennzeichnet, dass deren Erscheinungsbild ein Verschleiß an körpereigenen Substanzen darstellt. Diese Substanzen, welche für die Aufrechterhaltung der Funktionstüchtigkeit benötigt werden, bilden sich zurück und ziehen weitere Organe in Mitleidenschaft. Bei einer Kniearthrose sind die insbesondere die unmittelbar angrenzenden anatomischen Funktionseinheiten wie der Gelenkknorpel, angrenzende knöchrige Strukturen sowie die gesamte Gelenkkapsel involviert. Da auch die Muskulatur ein Bausegment der Gelenke ist, wird diese im Laufe der Zeit geschädigt.

In Abhängigkeit von der Position der auftretenden Verschleißerscheinungen werden unterschiedliche Formen der Kniegelenksarthrose erkannt. Generell kann die Gonarthrose verschiedene Kniegelenksbereiche betreffen. So ist bei einer sogenannten Retropatellarthrose die Gelenkebene der Kniescheibe in Mitleidenschaft gezogen, bei der Pangioarthrose sind dies alle Teile des Kniegelenks und bei der medialen Kniegelenksarthrose zeigen sich die Beeinträchtigungen am inneren Bereich des Kniegelenks. Die Ursachen der Kniegelenksarthrose, die vorwiegend bei weiblichen Patienten vorkommt, ist vielgestaltig. Generell tragen bereits angeborene Fehlstellungen der Hüften und der sogenannten Achsabweichungen dazu bei, dass diese degenerative Erkrankung auftritt. Von einer Gonarthrose werden häufig Menschen betroffen, die unter X- oder O- Bienen leiden.

Darüber hinaus sind die rheumatoide Arthritis, eine chronische Polyarthritis oder Rheuma an einer Bildung der Gonarthrose beteilig. Als Verursacher kommen außerdem bakteriell hevorgerufene, entzündliche Vorgänge am Knie, Lähmungen der Extremitäten oder traumatische Einwirkungen auf des Kniegelenk in Frage. Nachgewiesen ist, dass Erkrankungen wie die Bluterkrankheit, eine Osteochondrosis dissecans und verschiedene stoffwechselbedingte Störungen wie Gicht eine Gonarthrose hervorrufen können. Die Osteochondrosis dissecans wird als Knochensterben, Knochenschwund oder Knochennekrose bezeichnet.

Zu den äußeren Einflussfaktoren, die eine Kniegelenksarthrose hervorrufen können, gehören ein zu hohes Körpergewicht, dauerhafte Fehlbelastungen, hormonelle Einflüsse, die in den Wechseljahren auftreten sowie eine Riss des Kreuzbandes. Typische Beschwerden, die eine Gonarthrose begleiten, sind der sogenannte Anlaufschmerz, eine Gelenksteifigkeit, Entzündungszeichen wie Schwellungen und Ergüsse im Knie mit Schmerzempfinden. Die Beschwerden werden zunächst eher unter Belastung stärker, nehmen jedoch bei kleineren Beanspruchungen bereits extrem zu. Sie führen zu Schonhaltungen und Fehlbelastungen anderer Bewegungssegmente. Innerhalb der Behandlungsmöglichkeiten stehen verschiedene Formen zur Verfügung. Die konservative Therapie basiert zunächst auf de Umstellung der Lebensgewohnheiten sowie in einer Verabreichung unterschiedlicher Medikamente.

Enorm wirkungsvoll sind schmerz- und entzündungshemmende Wirkstoffe in abweichenden Darreichungsarten. Bekannt sind hierbei insbesondere Schmerzmittel, Steroide und Chondroprotektiva. Letztgenannte Substanzen basieren auf dem körpereigenen Stoff Hyaluronsäure, der in natürlicher Form in knorpeligen Substanzen und Bindegewebe vorkommt. Diese Arzneimittel unterstützen eine vorübergehende Mobilität der Gelenke. Begleitend kann eine physiotherapeutische und krankengymnastische Therapie erfolgen. Oft ist neben der speziellen orthopädischen Versorgung eine Operation indiziert, wobei es abweichende operative Verfahrensweisen gibt.

 

 

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