Die Arthrose beschreibt den Gelenkverschleiß, der das altersübliche Maß übertrifft und dadurch problematisch wird. Bevor die Behandlung eingeleitet werden kann, leidet der Patient unter charakteristischen Schmerzen des betroffenen Gelenks: Handelt es sich um das Kniegelenk, sind die Schmerzen eine besondere Belastung für den Alltag. Daher müssen vor allem die Schmerzen beseitigt werden, bevor die Arthrose selbst weiter behandelt werden kann.
Woher kommen die Kniegelenkschmerzen?
Handelt es sich um eine knorpelbedingte Arthrose, ist die schützende Knorpelschicht des Kniegelenks nahezu vollständig abgenutzt und müsste operativ ersetzt werden. Die Schmerzen beruhen darauf, dass die Knochen des Gelenks nun miteinander in Berührung kommen – und Knochen sind sehr schmerzempfindlich. Schlimmstenfalls werden die Kniegelenkschmerzen bei jeder noch so kleinen Bewegung wahrgenommen, in einigen Fällen können die betroffenen Patienten mit einer Gehhilfe noch kurze Strecken laufen. Liegt die Arthrose hingegen an einer verletzungs- oder krankheitsbedingen starken Abnutzung des Gelenks, sind die Schmerzen verschiedenen Ursachen zuzuordnen. Dann hängen die Schmerzen oft mit abgenutzten Sehnen zusammen, können aber auch durch die Knochen des Gelenks selbst bedingt sein.
Was tun bei Kniegelenkschmerzen?
In schweren Fällen der Arthrose sind Kniegelenkschmerzen so schwer, dass sie den betroffenen Patienten in seinen alltäglichen Aufgaben einschränken. Jeder Patient muss für sich selbst herausfinden, welche Tätigkeiten er noch sicher durchführen kann und bei welchen er Hilfe braucht. Wenn die Arthrose bekannt und diagnostiziert ist, sollten belastende Tätigkeiten dem Kniegelenk zuliebe unterlassen werden: Dazu gehören beispielsweise ausgedehnte Fahrradtouren, lange Spaziergänge oder Arbeiten, die kniend durchgeführt werden müssen. Gleichzeitig sollte man sich an den Arzt wenden, der ein effektives Schmerzmittel verschreiben kann, das für den Einzelfall am besten ist. Frei erhältliche Schmerzmittel entfalten oftmals nicht die gewünschte Wirkung oder helfen nach einiger Zeit gar nicht mehr.
Kniegelenkschmerzen als Indikator
Nicht bei jedem Arthrosepatienten treten Kniegelenkschmerzen auf, einige Fälle verlaufen lange Zeit symptomfrei. Dennoch können die Schmerzen im Kniegelenk als wichtiger Indikator für den Patienten und den behandelnden Arzt dienen. Wenn man selbst bemerkt, dass sie sich verschlimmern, nicht mehr mit dem bisherigen Schmerzmittel zu behandeln sind oder bei einer neuen Belastung des Kniegelenks auftreten, sollte man das Warnsignal darin sehen und sich einen Termin beim Arzt geben lassen. Es kann sein, dass sich die Arthrose verschlimmert hat und nun eine Operation erforderlich macht, um den Zustand des Gelenks langfristig zu verbessern. In einigen Fällen hilft aber auch ein stärkeres Schmerzmittel – doch mit einer bald notwendigen Operation sollte man dann trotzdem rechnen.
